Steppe

Dornod-Steppe in der Mongolei. Foto Markus Mauthe
Die eurasische Grassteppe reicht von der ungarischen Puszta bis in den Osten der Mongolei; auch die Prärien Nordamerikas und die Pampa Südamerikas gehören zu diesem Ökosystem. Aber weil insbesondere die feuchteren Steppen sehr fruchtbare Böden besitzen, sind sie zum größten Teil unter den Pflug genommen worden. Große Steppen wie die hier abgebildete Dornod-Steppe in der Mongolei sind heute selten. Mit der Steppe sind auch die einst hier lebenden großen Tierherden weitgehend verschwunden. © Foto: Markus Mauthe/Greenpeace.

Aktuelle Nachrichten

09.01.2017 - GrasArt
09.06.2015 -
Saiga-Antilopen

Ingo Arndt: GrasArt

Ein wunderschönes Buch über die das Ökosystem Steppe dominierenden Gräser ist Ingo Arndts "GrasArt", im September 2016 erscheinen (ebenfalls) im Knesebeck-Verlag.

Titel des Buches "GrasArt" von Ingo Arndt, Knesebeck-Verlag 2016

Massensterben von Saiga-Antilopen

Die Saiga-Antilope kam einst in der gesamten eurasischen Grassteppe sowie in Alaska und Nordkanada vor; mit der Ausbreitung der Wälder nach dem Ende der Eiszeiten und der menschlichen Besiedlung ihres Verbreitungsgebietes schrumpfte dieses stark, da die Tiere ihres Fleisches und ihres Felles wegen gejagt wurden. Anfang der 1920er Jahre gab es nur noch etwa 1.000 Tiere in einigen isolierten Restbeständen. 1923 wurde die Saiga-Antilope in der Sowjetunion unter Schutz gestellt und ihre Jagd verboten, Mitte der 1950er Jahre lebten wieder rund zwei Millionen Saiga-Antilopen in der Sowjetunion.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden diese Regelungen allerdings nicht mehr durchgesetzt, und vor allem die Nachfrage nach den in der Traditionellen Chinesischen Medizin genutzten Hörnern der männlichen Tiere ließ die Wilderei derart zunehmen, dass die Tiere sich aus Mangel an Männchen kaum noch vermehren konnten. 2002 wurde die Art als "vom Aussterben bedroht" eingestuft, 2003 gab es gerade noch 21.000 Tiere. Bis 2014 wuchs ihre Zahl wieder auf 260.000 an, die in 4 Gebieten (eins in Russland, drei in Kasachstan) lebten. In diesem Frühjahr starben jetzt in Kasachstan über 120.000 Tiere an einer Bakterieninfektion. Das Bakterium (Pasteurella) kommt allerdings auch in gesunden Tieren vor, dürfte also nicht die alleinige Ursache für das Massensterben sein. Über weitere Gründe wird noch spekuliert. Ähnliche Massensterben gab es auch schon in der Vergangenheit, zusammen mit der fortbestehenden Bedrohung durch die Wilderei ist die Zukunft der Saiga-Antilope weiter gefährdet.

Weitere Informationen:
NABU: Massensterben der Saiga-Antilopen

Jürgen Paeger 2015 - 2017